Hinweise

Aus Online-Flora von Österreich
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Hinweise zum Aufbau der Beschreibungen

Die Prinzipien des Schlüsselaufbaus sowie die angewandte Terminologie entsprechen im Wesentlichen der Exkursionsflora. Gegenüber dieser ist die „Flora von Österreich“ v. a. durch folgende Unterschiede charakterisiert:

  • Beschreibungen der Familien und Gattungen weltweit. Merkmale, die nur für außerhalb Österreichs vorkommende Arten gelten, sind in eckige Klammern gesetzt.
  • Ausführlichere Beschreibungen der Arten und Unterarten, insbesondere auch der vegeta­tiven Organe, sodass die Kombination aller im Schlüsselverlauf angegebenen Merkmale mit den Gattungs- und Familienbeschreibungen insgesamt vollständige Taxonbeschreibungen ergibt, die über­dies bezüglich aller Merkmale mit allen anderen Taxa vergleichbar sind (was bei den übli­chen, auch „großen“ Floren bekanntlich nicht der Fall ist). In der Exkursionsflora ist dies platzbedingt nur ansatzweise möglich. Die „komplettierenden“ (nicht-diakritischen, d. h. nicht gegensätzlichen) Merkmale sind von den diakritischen durch Einrückung (anstelle des überlangen Gedankenstrichs) getrennt.
  • Vom Schlüssel getrennte Darstellung der taxonomischen Gliederung der Familien und Gattungen, da sich die Schlüssel ausschließlich an den bestimmungstechnischen Not­wendigkeiten orientieren.
  • Genauere Angaben über Phänologie, Blütenökologie, Diasporenökologie und Fortpflan­zungsbiologie überhaupt.
  • Chorologische Angaben konsequent für alle Taxa: Arealtyp (nach neu entwickelter Methodik) und Gesamtareal.
  • Angabe der (in erster Linie) an Wildpopulationen aus Österreich ermittelten Chromosomen­zahlen.
  • Genauere Angabe der Habitate und insbesondere des pflanzensoziologischen Anschlus­ses (Synsystematik).
  • Konsequente Angabe der besiedelten österreichischen Naturräume und der Häufigkeit innerhalb dieser.
  • Konsequente und genaue Behandlung des floristischen Status (in den heutigen Zeiten starker Veränderungen der Flora besonders wichtig).
  • Anmerkungen zu Taxonomie, Biosystematik und Evolutionsbiologie, vor allem auch zu ab­weichenden Auffassungen und Forschungsdesiderata mit Erläuterung der Problemlage unter besonderer Berücksichtigung der daraus resultierenden Bestimmungsschwierigkeiten.
  • Angaben zur Nomenklatur wie Zitat des Namensautors und der Erstbeschreibung sowie Hinweise auf die Typuslokalität (vor allem, wenn diese innerhalb Österreichs liegt) etc.
  • Referenzierung der Synonyme und der Pseudosynonyme, d. h. es werden die Synonyme nicht bloß undifferenziert aufgezählt, sondern es wird angegeben, in welchen Werken wel­che Synonyme mit welcher Bedeutung verwendet werden.
  • Angaben über die Etymologie der botanisch-lateinischen und der deutschen Büchernamen und Vernakularnamen.
  • Umfangreichere und konsequentere Angaben über Verwechselbarkeit, auch im vegetativen (nicht-blühenden) und fruchtenden Zustand.
  • Ausführliche, aber systematisierte und damit übersichtliche Behandlung der ethnobotani­schen Aspekte (Arzneipflanzen und historische wie aktuelle Volksarzneipflanzen, bemer­kenswerte Inhaltsstoffe, Toxizität, Rolle in der historischen und aktuellen Volkskultur etc.).
  • Hinweise auf taxonomisch-biosystematische, floristische und vegetationskundliche Litera­tur.


Schema der Familien- bzw. Gattungsbeschreibungen

Familien- bzw. Gattungsmerkmale. (wichtig: die Familienmerkmale werden bei der Gattung nicht wiederholt!) — Bestäubung; Ausbreitung — Chromosomen-Grundzahl (x) — Zahl der Gattungen bzw. Arten sowie Verbreitung weltweit u. in Europa — (Nutzung) — (weitere deutsche Namen) — wichtigste Literatur.


Weitere Hinweise

In eckige Klammern gesetzte Angaben bedeuten:

  • in Familien- und Gattungsbeschreibungen: trifft nur für außerhalb Österreichs vorkommende Taxa zu;
  • bei Chromosomenzahlen: Zählung stammt nicht aus Österreich.

In runde Klammern gesetzte Angaben bedeuten:

  • bei Zahlenangaben im Schlüssel und in den "Weiteren Angaben": selten auftretender Wert;
  • bei Verbreitungsangaben: in den eingeklammmerten Bundesländern nur unbeständige oder höchstens lokal eingebürgerte Vorkommen.


Die Angaben zur Vergesellschaftung (Syntaxonomie) richten sich nach folgenden Werken:

Mucina L., Grabherr G. & Ellmauer T. (Hrsg.) (1993): Die Pflanzengesellschaften Österreichs. Teil I. Anthropogene Vegetation. – Gustav Fischer Verlag, Jena.

Grabherr G. & Mucina L. (Hrsg.) (1993): Die Pflanzengesellschaften Österreichs. Teil II. Natürliche waldfreie Vegetation. – Gustav Fischer Verlag, Jena.

Willner W. & Grabherr G. (Hrsg.) (2007): Die Wälder und Gebüsche Österreichs. Ein Bestimmungswerk mit Tabellen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.

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